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Ambulante Abklärung (Clearing)

Für einen Zeitraum von 6 – 8 Wochen bieten wir eine Ambulante Abklärung an (nach §§ 27 fff SGB VIII). Das Angebot richtet sich an Familien in akuten oder chronifizierten Krisen, in denen die Probleme unüberschaubar und scheinbar unlösbar geworden sind.

Durch den Einsatz sozialpädagogischer Methoden und diagnostischer Module wird gemeinsam mit den Eltern unter Einbezug der Kinder die gegenwärtige Lebenssituation erfasst und nach geeigneten Lösungsmöglichkeiten und Hilfsangeboten gesucht.

Die ambulante Abklärung erfolgt bei Bedarf  in enger Abstimmung mit unserer TraumaPädagogischen Praxis (TPP).

Ziel einer ambulanten Abklärung ist es, die Hilfeplanung genauer und erfolgreicher gestalten zu können. Die Ambulante Abklärung schließt mit einem Bericht ab, der die vorher festgelegten Fragestellungen beantwortet und Empfehlungen für die weiteren Hilfen gibt.

Die Ambulante Abklärung ersetzt kein Sorgerechtsgutachten.

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Nach einer Anfrage des Jugendamtes erfolgt ein Erstkontakt gemeinsam mit der Familie. Im Erstgespräch werden die Fragestellungen zusammen erarbeitet. Eine ambulante Abklärung ist immer eine intensive, zeitlich eng befristete, ambulante Maßnahme, die sowohl in den Räumen unserer Praxen stattfindet als auch im Haushalt der Familie. Dabei kann der Betreuungsumfang bis zu vier Terminen in der Woche umfassen. Im Rahmen der Ambulanten Abklärung werden verschiedene MitarbeiterInnen eingesetzt, damit eine Vielfalt an Sichtweisen in die Arbeit einfließen kann. Für die Familien gibt es zur Orientierung einen festen Ansprechpartner.

Für die Beantwortung der Fragestellung nutzen wir die unterschiedlichsten sozialpädagogischen Methoden wie Genogrammarbeit / Erstellen von Zeitleisten der Kinder / Erfassen von Ressourcen der Familie über Netzwerkkarten und Ressourcenkarten und die Sozialpädagogische Familiendiagnose. Dazu haben wir die Möglichkeit die diagnostischen Module aus der Bindungsdiagnostik (Geschichtsergänzungsverfahren und Child Attachment Interview) und aus der Traumadiagnostik abhängig von der Fragestellung einzusetzen.

Neben der direkten Arbeit mit der Familie erheben wir auch systematisch die Sicht von außen auf das Familiensystem über Gespräche mit ErzieherInnen / Tagesmüttern / LehrerInnen und anderen eingesetzten Helfern.

Bei Bedarf vereinbaren wir Interaktionsbeobachtungen zwischen den Kindern und den Eltern.

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Charakterisierend für unsere ambulante Abklärung ist

  • Der zeitnahe Beginn und das festgelegte Ende zu Beginn der Maßnahme
  • Die intensive gemeinsame Arbeit in Kriseninterventionen (falls erforderlich)
  • Die interdisziplinäre Arbeit über den Einsatz mehrerer MitarbeiterInnen
  • Die Orientierung an Ressourcen und umsetzbaren Lösungen
  • Die Transparenz über Abläufe und Ergebnisse
  • Der detaillierte Abschlussbericht mit Beschreibung der geleisteten Arbeit, der Darstellung der Ergebnisse und der eindeutigen Beantwortung der Fragestellung.