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Bindungspädagogik

Bindungsbedürfnisse sind biologische Grundbedürfnisse. Das Bindungssystem wird insbesondere in Situationen von Verunsicherung/ Angst aktiviert und dann braucht es Bindungspersonen, die durch ihre Anwesenheit und ihr Eingreifen helfen, dass die Verunsicherung/Angst und die damit verbundenen körperlichen Reaktionen sich reduzieren und der Mensch sich wieder beruhigt.
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Gerade Kinder, die noch in besonderem Maß von Erwachsenen abhängig sind, um ihre Grundbedürfnisse, vor allem ihr Bedürfnis nach Trost, Schutz und Sicherheit, befriedigt zu bekommen, werden in ihrer emotionalen Entwicklung beeinträchtigt, wenn sie diese Erfahrungen mit ihren Bezugspersonen nicht (ausreichend) machen.
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Menschen brauchen Bindung:

  • zur Verhinderung sozialen Schmerzes (ich bin nicht allein, ich gehöre zu jemandem, ich bin geliebt)
  • zur Förderung der Gehirnentwicklung
  • für eine angemessene Emotions- und Motivations- und Kommunikationsentwicklung
  • zur Förderung der Lernfähigkeit
  • zur Entwicklung der eigenen Liebesfähigkeit und Empathie

Bindungspädagogik in der Praxis
Durch Beobachtung, gemeinsames Erleben und aufmerksam für das Kind sein und ergänzend eine Bindungsdiagnostik, bekommen wir Hinweise auf das bisherige Bindungserleben des Kindes. Wir erfahren und erleben, wie das Kind (nicht) zeigt, wenn es sich in Angst und Not fühlt und welche Lösung es für diese Situationen gelernt hat.

Wenn diese „Lösung“ nicht zur Beruhigung führt, ist es keine wirkliche Lösung und nur durch andere, hilfreiche Bindungs-Erfahrungen wird das Kind seine „Lösungs-Strategie“ ändern können.

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Wir stellen uns als Bindungspersonen dem Kind zur Verfügung, mit der es andere, möglicherweise korrigierende, Erfahrungen machen kann. Wir tun dies insbesondere, indem wir konstant und verlässlich da sind und die Versorgung des Kindes in allen notwendigen Bereichen sicherstellen. Nähe, Zuwendung, Versorgung, Vermittlung des Gefühls, von angenommen- sein und gemocht werden sind Bestandteile unserer Haltung und keine strategischen Hilfsmittel.

Wir achten darauf, dass in Situationen, in denen das Kind in Angst und Stress kommt, die Bezugsperson(en) unterstützend anwesend sind. Wenn dies nicht möglich ist (z.B. in der Schule), bereiten wir die dort agierenden Menschen (z.B. Lehrer) darauf vor und erarbeiten mit ihnen, welche Unterstützung nötig und umsetzbar ist.

Wir achten darauf, dass wir keine Konkurrenz zu den Eltern darstellen, sondern eine Ergänzung der dem Kind zur Verfügung stehenden Erwachsenen.

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Bindungspädagogische Ziele
Die kontinuierliche Erfahrung körperlicher und emotionaler Sicherheit soll Kindern ermöglichen, dass das Vertrauen und Zutrauen in andere Menschen, besonders in Situationen der Angst, Unruhe und Not zulässt, sich ihnen (wieder) anzuvertrauen.
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Die Kinder sollten sich selber in ihren Facetten anerkennen und mögen, ein gutes Selbstbewusstsein entwickeln und ihr Bedürfnis nach Zugehörigkeit erfüllen können.

Die Freude am Zusammensein mit anderen, die erfolgreiche Teilhabe am sozialen Leben und die Fähigkeit, Beziehungen zu knüpfen und zu halten, sind u.E. erstrebenswerte Ziele, die wir mit den Kindern verfolgen.

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